Chemotaxonomie mit Hilfe von Monoterpenmustern

(am Beispiel der Kiefer)


Bäume, (z.B. Pinus sylvestris) sind Individuen !
Sie besitzen gattungsspezifische Merkmale, zum Beispiel 
 - 2, 3 oder 5 Nadeln am Kurztrieb, 
 - Alle Sekundärnadeln an Kurztrieben, 
 - Fenstertüpfel in den Wänden des Holzstrahlparenchyms.
Sie besitzen artspezifische Merkmale, zum Beispiel 
 - blaugrüne Nadeln, 
 - orangerote Spiegelrinde, 
Sie besitzen individuelle Merkmale, zum Beispiel 
 - Wachstumseigenschaften, 
 - Resistenzeigenschaften, 
 - chemischen Eigenschaften
 
Zu den chemischen Eigenschaften einer Kiefer gehört auch die Zusammensetzung des Harzes. 
Die Terpene, die Bestandteil des Harzes sind, liegen bei den einzelnen Bäumen in unterschiedlichen Anteilen vor, so daß man von individuellen Terpenmustern sprechen kann. 
Eine Pflanze, die ein definiertes Terpenmuster besitzt, gehört zu einem bestimmten "Chemotyp"

Voraussetzung für die Aussagekraft von Terpenanalysen ist, daß die Terpenmuster vererbt werden, also für ein Individuum oder eine Individuengruppe "typisch" sind und von den Umweltbedingungen nicht entscheidend beeinflußt werden. 

Um die Voraussetzung zu überprüfen haben wir eine Reihe von Untersuchungen 
an Kiefern (Pinus sylvestris) durchgeführt. 
Fragen: 
- wie unterscheiden sich die Terpenmuster von 10 Kiefern ? 
- wie stark variieren die Terpenmuster innerhalb eines Individuums ? (an 4 Bäumen untersucht) 
- wie verändern sich die Terpenmuster im Laufe der Zeit ? (Untersuchungszeitraum: 2 Jahre) 
 
Frage: warum der ganze Aufwand ? Frage: wofür soll das gut sein ?
 
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