Roßkastanie - Aesculus hippocastanum L.
Blattbräune
T: Guignardia aesculi (Peck)Stew.
A: Phyllostictina sphaeropsoidea (Ellis&Everh.)Petr.
A: Asteromella aesculicola (Sacc.)Petr.

 
Die Infektion erfolgt im Frühjahr 
zur Zeit des Austriebs und geht 
von den am Boden liegenden Blättern 
des Vorjahres aus, auf denen die
Teleomorphe entsteht. 

Guignardia aesculi verursacht 
auf den Blättern der Roßkastanie unterschiedlich große, ± unregelmäßige Nekrosen, die im typischen Falle 
einen gelben Rand aufweisen.

Starker Befall führt zu vorzeitigem Blattverlust, stellt aber keine ernste Gefährdung dar.

Als prophylaktische Maßnahme 
bietet sich die Entfernung und 
Vernichtung des abgefallenen 
Laubes im Herbst an.

Auf den abgestorbenen Blattpartien werden kleine, dunkle Pyknidien gebildet (links)

Diese enthalten eiförmige Konidien (Phyllosticta, rechts) oder stäbchenförmige Mikrokonidien (Leptodothiorella)
Auf den ersten Blick ähneln die Symptome Streusalzschäden. Diese beginnen jedoch am Blattrand und nicht auf der Blattfläche (links).
Neuerdings sind die Blätter der Roßkastanie häufig von der Kastanien-Miniermotte 
(Cameraria ohridella
besiedelt. Ihre Larven verursachen große Platzminen, die von den Blattadern begrenzt werden (rechts). 


Literaturauswahl:
- Schneider, Roswitha, 1961: Untersuchungen über das Auftreten der Guignardia-Blattbräune der Roßkastanie (Aesculus hippocastanum) in Westdeutschland und ihren Erreger. Phytopathologische Zeitschrift 42,272-278


 
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lang@bot.forst.uni-muenchen.de 25.6.2002