| Blumenhartriegel - Cornus florida
L.
Cornus nuttallii Audub. Dogwood Anthracnose Blattbräune (Anthracnose) |
A: Discula destructiva Redlin |
| Es sind kranke Blumenhartriegel (Cornus florida) im Handel.
Bei Anzeichen von Symptomen der Blattbräune (Anthracnose) sollten die Pflanzen vernichtet werden! |
| Discula destructiva ist ein Pilz, der in Amerika speziell Cornus
florida und Cornus nuttallii befällt und erheblich schädigt.
In Teilen des natürlichen Areals von Cornus florida sind die
Bestände durch die Krankheit bedroht. Das gilt z.B. für die östlichen
Küstenstaaten, besonders in den höheren Lagen der Appalachen.
Dort sind Totalausfälle in größerem Umfang zu beobachten. Der zu den Coelomyceten gehörende Pilz besiedelt sowohl Blätter als auch die Triebe. |
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An den Blättern verursacht er Nekrosen (klein, rund, hell
mit dunklerem oder rötlichen Rand,
aber auch flächig, fast das ganze Blatt betreffend), die zum vorzeitigen Absterben der Blätter führen. |
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| Oft beginnt die Nekrose an der Blattspitze und setzt sich entlang
der Blattadern zur Basis hin fort. |
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| Die vertrockneten, toten Blätter können sehr lange am Strauch
/ Baum hängen bleiben.
Auch Triebe bringt Discula destructiva zum Absterben. Vor allem Ersatzttriebe, z.B. Wasserreiser am Stamm, sind besonders empfindlich. An dickeren Ästen und Stämmen kommt es zu Rindennekrosen und zum zunächst partiellen Absterben des Kambiums. Mit fortschreitender Krankheit sterben Äste und das ganze Individuum ab. |
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Auf abgestorbenen Rinden- und Blattpartien bildet der Pilz zahlreiche Acervuli. An den Blättern werden Acervuli besonders auf der Unterseite gebildet (rechts, dunkle Punkte). | ![]() |
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Die Acervuli werden intraepidermal gebildet. | ![]() |
| Die Konidienbildung wird nach der Überwinterung in der Rinde der
im Jahr zuvor abgestorbenen Triebe fortgesetzt, so daß der neue Austrieb
sehr rasch wieder infiziert werden kann
(rechts: überwinterte Conidiomata an einem Trieb). Eine Teleomorphe ist bisher nicht gefunden worden. |
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Auf der Unterseite der Kulturen werden bisweilen "Kristalle" gebildet |
Kultur auf Malzagar |
Die Konidien sind einzellig, elliptisch
bis eiförmig und können Öltröpfchen enthalten.
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| Discula destructiva wurde unlängst nach Deutschland eingeschleppt
und an Cornus florida nachgewiesen.
Die befallenen Pflanzen konnten (hoffentlich noch) rechtzeitig vernichtet werden. |
| Das Beispiel zeigt, daß im Gefolge des Ferntourismus und des "unkontrollierten" weltweiten Handels mit Pflanzen jederzeit mit der Verschleppung von Krankheitserregern gerechnet werden muß. |
| Literaturauswahl:
- Mielke, M.E.; Doughtrey, M.L.: How to identify and control dogwood anthracnose. USDA Forest Service NA-GR-18 http://www.na.fs.fed.us/spfo/pubs/howtos/ht_dogwd/ht_dog.htm http://fhpr8.srs.fs.fed.us/pubs/dogwood/r8-pr26/dwr8pr26.htm http://www.ces.ncsu.edu/depts/pp/notes/Ornamental/odin23/od23.htm - Redlin, S.C., 1991: Discula destructiva sp.nov., cause of dogwood anthracnose. Mycologia 83, 633-642 - Stinzing, A., 2000: Der Nachweis von Discula destructiva Redlin, einem aus Amerika eingeschleppten Pathogen an Cornus-Arten. Diplomarbeit Forstw. Fak. TU-München, 57 Seiten |
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