| Ölbaum / Olivenbaum - Olea
europaea L.
Stammfäule |
Fomitiporia punctata (Karst.)
Murrill
= Phellinus punctatus (Karst.) Pilát (=Phellinus friesianus (Bres.); Bourdot & Galzin) Phellinus tuberculosus (Baumg.) Niemelä? (=Polyporus fulvus oleae Scop.? )(nach Hartig) Phellinus robustus (Karst.) Bourdot & Galzin (nach v.Tubeuf) |
| Olivenbäume weisen vor allem im Alter nicht selten sehr bizarre
Formen auf. Tief gespaltene, geteilte Stämme sind keine Seltenheit
(siehe unten). Auch Bäume, bei denen das Stamminnere völlig zersetzt
ist, sind zu finden. In Olivenhainen trifft man immer wieder auf Spuren
menschlicher "Pflegemaßnahmen". Sie rühren daher, daß
Faulstellen am Stamm und an dicken Ästen immer wieder gesundgeschnitten
werden, wodurch neue Wunden entstehen, die wiederum auf natürliche
Weise infiziert werden.
Die Ursache der Fäule ist eine Fomitiporia (Phellinus)-Art, die relativ unscheinbare, fast krustenförmige, Fruchtkörper bildet. In der vergleichsweise spärlichen Literatur zum Thema sind auch einige andere Phellinus-Arten als Ursache für die Fäule angegeben. Neuerdings wird Fomitiporia mediterranea M.Fischer mit dem Erscheinungsbild in Zusammenhang gebracht. Fomitiporia punctata scheint auch bei der ESCA-Krankheit des Weinstocks eine wichtige Rolle zu spielen. |
![]() |
![]() |
| zurück zu "Gehölzkrankheiten in Wort und Bild" | zurück zu Olea |
| lang@bot.forst.tu-muenchen.de | 3.4.2002 |