Meripilus giganteus (Pers. ex Fr.) Karsten - Riesenporling
Der Riesenporling ist ein wurzelbürtiger Fäuleerreger (intensive Weißfäule!) und Saprophyt an Totholz.
Der Pilz tritt meist an alten Laubbäumen auf, besonders an Buchen, Eichen und Linden, und ist in besiedeltem Gebiet in der Folge von Baumaßnahmen und dadurch verursachten Wurzelverletzungen (auch entlang von Straßen ) ein wichtiger Faktor, der die Stabilität von Bäumen beeinträchtigt. Sein Vorkommen deutet also auf erhebliche Schäden im Wurzelbereich hin.
Die Fruchtkörper dieses Pilzes sind einjährig und bestehen aus vielen Hüten. Sie können einen Meter im Durchmesser erreichen und über 50 kg schwer werden. Die einzelnen Hüte sind ± dachziegelartig angeordnet, 10-30cm breit, 1-2cm dick, ausgebreitet, mit kurzem Stiel.
Die Oberseite der Hüte ist (dunkel) gelbbraun und gezont, die Unterseite ist sehr hell, dunkelt aber stark an Druckstellen und im Alter.
Fruchtkörper treten etwa von Juli bis November an der Stammbasis, an Stümpfen und Wurzeln von Laubbäumen auf, selten auch an der Weißtanne.
Meripilus giganteus am Fuße einer alten Buche

Fruchtkörper am Stammfuß 
einer Buche am Straßenrand
Die Fruchtkörper treten typischerweise am Stammfuß auf. Bisweilen scheint der Pilz in der Erde zu wachsen (rechts), er hat dann aber Kontakt zu Wurzeln oder von Erde überdeckten Stubben.
 (z.B. nach Baumaßnahmen).

Fruchtkörper an Wurzeln einer Buche


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lang@bot.forst.tu-muenchen.de 30.3.2001