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Vaccinium myrtillus L.
Heidelbeere |
(Saliastrum myrtilli (Allesch.) Kujala) T: Valdensinia heterodoxa Peyronel |
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| Valdensia heterodoxa ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: | |
| 1. Die in der Natur gebildeten Konidien (Makrosporen) des Hyphomyceten
sind ungewöhnlich groß, vielzellig und komplex; (Vieles
erinnert stark an Cristulariella depraedans(Cooke)
v.Höhnel, einen eng mit
Valdensiaverwandten
Pilz).
2. der Pilz ist eindeutig pathogen (eine Einheit genügt zur Infektion) und befällt sehr verschiedene Wirtsarten; |
Nekrosen auf Heidelbeerblättern |
Befallsbild an Heidelbeere und junger Vogelbeere |
Konidienbildung im Bereich einer Nekrose |
| Am häufigsten ist Valdensia heterodoxa an Heidelbeere beobachtet
worden. An Vaccinium myrtillus kann der Pilz plätzeweise zu
starker bis völliger Entlaubung führen.
Als Wirte sind rund 30 verschiedene krautige und holzige Pflanzenarten bekannt, z.B.: Buche, Maiglöckchen, Hasel, Vogelkirsche, Vogelbeere ..... |
Befallsherd an Heidelbeeren |
Der Pilz kommt allem Anschein nach fast in ganz Europa vor (nachgewiesen ist er in Italien, Deutschland, Polen Rußland, Litauen), sowie in West-Kanada (B.C.) [hier an Gaulteria shallon Pursh. und einer ganzen Reihe anderer Arten z.B.: Vaccinium sp., Pteridium aquilinum, Malus diversifolia, Menziesia ferruginea, Rubus sp., Acer macrophyllum, Polystichum munitum, Dryopteris austriaca ...] |
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Am auffälligsten sind die 4-5-armigen, vielzelligen, an einen
Seestern erinnernden Konidien (Makrokonidien, Vermehrungseinheiten
...),
die im Bereich der Blattnekrosen gebildet werden.
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Das Pathogen überdauert mit Sklerotien, die hauptsächlich entlang des Mittelnervs der Blätter gebildet werden. |
Künstliche Infektion mit Myzel an Buche (48 Stunden lang hohe Luftfeuchtigkeit) |
| Literaturauswahl:
- Bavendamm, W., 1944: Valdensia heterodoxa, ein neuer Buchenschädling. Forstwiss. Centralblatt u. Tharandter Forstl. Jahrbuch 54-60 - Redhead, S.A.; Perrin, P.W., 1972: Asterobulus: a new parasitic hyphomycete with a novel dispersal mechanism. Can. J. Bot. 50, 409-412 |
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| lang@bot.forst.tu-muenchen.de | 8.8.2000 |