Auf einer mittleren Ebene regelt das Internet-Protokoll (IP),
wie Informationen zwischen Computern über die Grenzen lokaler Netze
hinaus weltweit ausgetauscht werden können.
Es ist auf Mitveranlassung des amerikanischen Verteidigungsministeriums
(DoD) entwickelt worden mit dem Ziel, eine Computervernetzung zu entwickeln,
die möglichst resistent gegen feindliche Angriffe ist (Dieses Ziel
ist erreicht worden: Im ersten Golfkrieg war es den USA nicht möglich, die
Internet-Verbindungen im Irak auszuschalten).
| 1969 | vom DoD als ARPAnet gegründet |
| 1972 | öffentliche Präsentation |
| 1981 | Aufteilung in militärische und zivile Nutzung |
| 1985 | Universitäre Nutzung |
| 1986 | Zusammenführung mehrerer Netze zum jetzigen Internet |
Jeder Rechner,
der weltweit am Internet teinehmen möchte, braucht eine weltweit eindeutige
Internet-Adresse,
bestehend aus 4 Bytes.
Da der Inhalt eines Bytes als ganze Zahl zwischen 0 und 255 interpretiert
werden kann, gibt man die Internetadresse i.a. durch diese 4 Zahlen
(im Dezimalsystem), getrennt durch Punkte, an.
Unser Servoj hat z.B. die Internet-Adresse 141.40.138.20. =
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Da Zahlenkombinationen für Menschen nur schwer zu merken sind, haben die meisten (jedoch nicht alle!) am Internet teilnehmenden Rechner neben ihrer vierstelligen numerischen Internetadresse auch einen Namen (auch symbolische Internetadrese oder Internet-Domainname genannt), der nach dem folgenden Schema gebildet ist:
| Internet Domain Name | |||||||||
| |||||||||
Wenn nur der Name des Zielrechners bekannt ist, muss zunächst über eine Anfrage über das Netz an den "Name Server" die zugehörige Adresse ermittelt werden, bevor die Kommunikation beginnen kann.
Das Internet-Protokoll erlaubt auch Alias-Namen. Z.B. heißt der Rechner "servoj.cip.forst.tu-muenchen.de" mit Alias-Namen auch "w3.forst.tu-muenchen.de" und der Rechner "obelix.forst.tu-muenchen.de", auf dem sich die Web-Seiten der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement befinden, heißt mit Alias-Namen auch "www.forst.tu-muenchen.de".
Ein weiteres Charakteristikum des Internet-Protokolls ist es, die Daten paketweise zu übertragen: Bei der Paketübertragung wird die zu übertragende Datenmasse in einzelne Pakete von mehreren bis vielen Bytes zerlegt. An den Anfang jedes Datenpakets wird ein Paketkopf angefügt, der u.a. die Adresse des sendenden und des empfangenden Computers enthält.
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NUTZDATEN | Nachspann (Trailer) |
Über dieselbe Datenleitung können nacheinander
Datenpakete mit unterschiedlichen Ausgangs- und Zieladressen transportiert
werden.
Ein Datenpaket wird über das Internet von Rechner zu Rechner geleitet,
bis es am Ziel ankommt. Dabei werden Datenstaus und
zeitweilig ausgefallene Rechner umgangen. Es ist durchaus möglich, dass
Pakete desselben Datenstroms auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel kommen.
Dabei passiert es auch, dass die Pakete in einer anderen Reihenfolge eintreffen,
als sie ausgeschickt wurden. In der Kontrollinformation des Paket-Vorspanns
ist die Nummer des Pakets eingetragen, an Hand derer die eintreffenden
Pakete wieder in die richtige Reihenfolge gebracht werden können.
Von einem PC in einem Privathaushalt
werden die Internetpakete über das
Telefonnetz an den Provider geschickt und von dort über das Netz geroutet.
Ein Internetpaket kann auf seinem Weg vom Sender zum Ziel unterschiedliche
Kanäle benutzen, zum Beispiel von einem heimischen PC über die
Telefonleitung zum Provider, von dort über Glasfaserleitungen oder
Satellitenfunk größerer Strecken zurücklegen und das letzte
Stück wieder über die Telefonleitung zu einem Privat-PC.